(Hem­ming­s­tedt, 24. August 2020) Am 24. August 2020 waren die Minis­ter­prä­si­den­ten der Bun­des­län­der Schles­wig-Hol­stein und Nord­rhein-West­fa­len, Dani­el Gün­ther und Armin Laschet, zu Besuch in der Raf­fi­ne­rie Hei­de. Unter der Über­schrift „Ener­gie- und Wis­sen­schafts­land Schles­wig-Hol­stein“ prä­sen­tier­te Dani­el Gün­ther gemein­sam mit unse­rem Geschäfts­füh­rer Jür­gen Woll­schlä­ger sei­nem Amts­kol­le­gen den Stand­ort für das Pro­jekt West­küs­te 100.

Mit dem posi­ti­ven För­der­be­scheid vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie hat das Reallabor-Pro­jekt West­küs­te 100 Anfang August die Zusa­ge erhal­ten, das ers­te Was­ser­stoff-Pro­jekt Deutsch­lands zu wer­den. Die Raf­fi­ne­rie Hei­de ver­folgt gemein­sam mit neun bran­chen­über­grei­fen­den Part­nern aus Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und For­schung in die­sem Pro­jekt das Ziel, die Wind­ener­gie in Nord­deutsch­land zu nut­zen, um „grü­nen“ Was­ser­stoff in indus­tri­el­lem Maß­stab zu erzeu­gen und eine Dekarbonisier­ung der Sek­to­ren Trans­port, Indus­trie und Wär­me zu errei­chen. Die­ses Vor­ha­ben nah­men die Lan­des­chef von Schles­wig-Hol­stein und Nord­rhein-West­fa­len zum Anlass, um im Gespräch mit Raf­fi­ne­rie-Geschäfts­füh­rer Jür­gen Woll­schlä­ger mehr über die Hin­ter­grün­de und geplan­ten Eck­da­ten des Pro­jek­tes zu erfah­ren.

Im Zuge eines Rund­gangs über das Raf­fi­ne­rie-Gelän­de haben sich Dani­el Gün­ther und Armin Laschet von Jür­gen Woll­schlä­ger den zukünf­ti­gen Stand­ort der Elek­tro­ly­se­an­la­ge zei­gen las­sen. Pla­nung, Bau und Inbe­trieb­nah­me einer Elek­tro­ly­se mit einer Leis­tung von 30 Mega­watt ist Teil des fünf­jäh­ri­gen Pro­jekt­zeit­raums. Der in der Elek­tro­ly­se her­ge­stell­te „grü­ne“ Was­ser­stoff ent­steht aus Off­shore-Wind­ener­gie. Die Was­ser­stoff-Spei­che­rung und der Trans­port sowie auch die nach­ge­la­ger­te Pro­duk­ti­on von syn­the­ti­schen Kohlenwasserstoffen sind eben­so Teil des Pro­jek­tes West­küs­te 100. Mit die­sem nach­hal­ti­gen Geschäfts­mo­dell will die Raf­fi­ne­rie Hei­de gemein­sam mit den Pro­jekt­part­nern die Ener­gie­wen­de in Deutsch­land aktiv gestal­ten und einen wich­ti­gen Bei­trag zur Errei­chung der Kli­ma­schutz­zie­le lie­fern.

Grü­ner Was­ser­stoff und Ener­gie­wen­de
Sowohl das kürz­lich ver­öf­fent­lich­te Kon­junk­tur­pro­gramm der Gro­ßen Koali­ti­on mit dem Zukunfts­pa­ket als auch die am 10. Juni 2020 ver­ab­schie­de­te Natio­na­le Was­ser­stoff­stra­te­gie sind deut­li­che Signa­le aus der Poli­tik, die drin­gend benö­tig­ten Inves­ti­tio­nen für Kli­ma­schutz und Zukunfts­tech­no­lo­gien zu pla­nen und umzu­set­zen. Dies ist Vor­aus­set­zung, um die Ener­gie­wen­de und Sek­to­ren­kopp­lung erfolg­reich ange­hen zu kön­nen. „Inmit­ten von Wind­parks und mit Spei­cher­mög­lich­kei­ten im direk­ten Umfeld der zukünf­ti­gen Elek­tro­ly­se, ist die schles­wig-hol­stei­ni­sche West­küs­te der idea­le Stand­ort für die geplan­te Was­ser­stoff-Pro­duk­ti­on. Mit den jüngs­ten Ent­schei­dun­gen sind nun auch ers­te Wei­chen in Rich­tung geeig­ne­te­rer regu­la­to­ri­scher Rah­men­be­din­gun­gen gestellt wor­den, um das sek­to­ren­über­grei­fen­de Geschäfts­mo­dell wirt­schaft­lich pla­nen zu kön­nen. Als eines der Vor­rei­ter-Pro­jek­te im Bereich der Was­ser­stoff­stra­te­gie kom­men wir unse­rem Ziel näher, künf­tig nach­hal­ti­ger flie­gen, bau­en und hei­zen zu kön­nen“, so Jür­gen Woll­schlä­ger, Geschäfts­füh­rer der Raf­fi­ne­rie Hei­de.

Pro­jekt­sta­tus WESTKÜSTE 100
Mit der För­der­zu­sa­ge des Bun­de­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Ener­gie vom 3. August 2020 kann das auf fünf Jah­re aus­ge­leg­te Pro­jekt nun in die ers­te Pha­se star­ten. Ein neu gegrün­de­tes Joint Ven­ture „H2 West­küs­te GmbH“, bestehend aus EDF Deutsch­land, Ørsted und der Raf­fi­ne­rie Hei­de, wird einen 30-Mega­watt-Elek­tro­ly­seur errich­ten. Die­ser wird aus Off­shore-Wind­ener­gie grü­nen Was­ser­stoff pro­du­zie­ren und dabei Erkennt­nis­se zu Betrieb, War­tung, Steue­rung und Netz-Dien­lich­keit der Anla­ge lie­fern.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt fin­den Sie unter www.westkueste100.de

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