(Hem­ming­s­tedt, 28. August 2021) Raf­fi­ne­rie Hei­de prüft die Eig­nung der Kaver­ne für die geplan­te Spei­che­rung von grü­nem Was­ser­stoff im Rah­men des Reallabor-Pro­jek­tes WESTKÜSTE100. 

Die Raf­fi­ne­rie Hei­de star­tet im Zuge von Inspek­ti­ons- und Instand­hal­tungs­ar­bei­ten die prak­ti­sche Über­prü­fung der Annah­me, dass eine der Kaver­nen nörd­lich des Raf­fi­ne­rie­ge­län­des für die Spei­che­rung von grü­nem Was­ser­stoff im Rah­men des Pro­jek­tes WESTKÜSTE100 geeig­net ist. Um die benö­tig­ten Inspek­ti­ons­ge­rä­te ein­füh­ren zu kön­nen, set­zen wir ein Stahl­ge­rüst als Arbeits­büh­ne ein. Sol­che Inspek­ti­ons- und Instand­hal­tungs­maß­nah­men wer­den in regel­mä­ßi­gen Abstän­den an den unter­ir­di­schen Lager­stät­ten – den Kaver­nen – durch­ge­führt. Dies­mal sind die Ergeb­nis­se für das vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWi) geför­der­ten Pro­jek­tes WESTKÜSTE100 von ent­schei­den­der Bedeu­tung. 

Inner­halb des Pro­jek­tes WESTKÜSTE100 ist geplant, grü­nen Was­ser­stoff mit­tels Stroms aus erneu­er­ba­ren Ener­gie­quel­len her­zu­stel­len. Die­ser grü­ne Was­ser­stoff wird im Erd­gas­netz zur Wär­me­ver­sor­gung, in einer Was­ser­stoff-Tank­stel­le für den PKW-Ver­kehr sowie im indus­tri­el­len Pro­zess direkt in der Raf­fi­ne­rie Hei­de zum Ein­satz kom­men. So wird – im Sin­ne der Ener­gie­wen­de – unter rea­len Bedin­gun­gen die Dekarbonisier­ung von Indus­trie, Mobi­li­tät und Wär­me­markt umge­setzt. Durch die Spei­che­rung des grü­nen Was­ser­stoffs gelingt es, die zur Ver­fü­gung ste­hen­den erneu­er­ba­ren Ener­gien, wie Wind­ener­gie, in einen kon­ti­nu­ier­li­chen Stoff­strom zur indus­tri­el­len Nut­zung zu über­füh­ren. So steht der grü­ne Was­ser­stoff auch in Zei­ten von Wind­flau­ten zur Ver­fü­gung. 

Der­zeit wer­den Kaver­nen in der Nähe der Raf­fi­ne­rie bereits für die Lage­rung von Öl und Kraft­stof­fen als Spei­cher­re­ser­ven des Bun­des ver­wen­det. Die Kaver­nen unter­lie­gen der Zustän­dig­keit des Lan­des­berg­amts für Nie­der­sach­sen und Schles­wig-Hol­stein, das als zustän­di­ge Behör­de ein­ge­bun­den ist. Vor­aus­sicht­lich Anfang Sep­tem­ber wer­den die aktu­el­len Inspek­ti­ons- und Instand­hal­tungs­ar­bei­ten abge­schlos­sen sein. 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt fin­den Sie unter www.westkueste100.de

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Über die Raf­fi­ne­rie Hei­de
Die Raf­fi­ne­rie Hei­de GmbH mit Sitz in Dith­mar­schen, Schles­wig-Hol­stein ist Deutsch­lands nörd­lichs­ter Roh­öl­ver­ar­bei­ter. Das Unter­neh­men ver­fügt über eine Ver­ar­bei­tungs­ka­pa­zi­tät von 4,5 Mil­lio­nen Ton­nen Roh­öl pro Jahr, so viel wie der kom­plet­te Mine­ral­öl­be­darf Schles­wig-Hol­steins. Die seit 2010 mit­tel­stän­disch aus­ge­rich­te­te Raf­fi­ne­rie pro­du­ziert klas­si­sche Mine­ral­öl­er­zeug­nis­se wie Otto­kraft­stof­fe, Die­sel- oder Flug­kraft­stoff. Zudem stellt sie leich­tes Heiz­öl sowie Grund­stof­fe für die che­mi­sche Indus­trie her. Die Raf­fi­ne­rie Hei­de, die eine der kom­ple­xes­ten euro­päi­schen Raf­fi­ne­rien ist, gehört im inter­na­tio­na­len Ver­gleich durch stren­ge Sorg­falts­maß­stä­be bei der Instand­hal­tung in Bezug auf Aus­las­tung und Ver­füg­bar­keit zu den bes­ten in Europa.

Das Unter­neh­men mit Sitz in Hem­ming­s­tedt und Bruns­büt­tel rich­tet sich außer­dem mit vol­ler Ener­gie für eine neue grü­ne­re Zukunft aus. Ziel der Raf­fi­ne­rie Hei­de ist es, die Ener­gie­wen­de in Deutsch­land aktiv mit­zu­ge­stal­ten. Dabei steht die Nut­zung von alter­na­ti­ven Roh­stof­fen und erneu­er­ba­ren Ener­gien im Vor­der­grund. Gemein­sam mit ande­ren Part­nern arbei­tet die Raf­fi­ne­rie Hei­de an der Nut­zung über­schüs­si­ger erneu­er­ba­rer Ener­gien und der Pro­duk­ti­on von „grü­nem“ Was­ser­stoff mit­tels Elek­tro­ly­se. Lesen Sie hier mehr über die Raf­fi­ne­rie der Zukunft: www.future-heiderefinery.com